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Chile - Wüsten und Vulkane

Kurzfassung des Reiseberichts Chile 1994
in dieser Form in den Mitteilungen des DAV Überlingen 1995
(C) Hartmut Bielefeldt 1994

Kurzzusammenfassung - Berge
Cerro Jorquencal4971 m
Tatio5215 m
Volcán Licancábur5916 m
Cerro Corona5291 m
Ojos del Salado6893 mbis 6100 m
Volcán San José5800 mbis 3500 m
Volcán Llaima3124
Volcán Osorno2660 m

Im letzten Winkel der Welt - el último rincón del mundo - verbringen wir den Oktober '94. Während es zuhause schon langsam wieder kälter und dunkler wird, genießt man in Chile den Frühling und die interessante Bergwelt. Nach 20stündigem Flug landen wir in Santiago, der abgas- und dunstverhangenen Hauptstadt. Fünf Millionen Menschen leben hier, bei 13 Millionen Gesamtbevölkerung.

Santiago de Chile
Santiago de Chile

Kein Wunder, daß man bei der Busfahrt in den Norden kaum einen Ort antrifft. Günstig und bequem fährt man 22 Stunden nach Calama, einer Oase in der Atacama-Wüste. Die Landschaft beeindruckt durch eine unglaubliche Eintönigkeit: Vierhundert Kilometer keine Bäume, keine Menschen, nicht einmal Gras. Oberhalb von 3000 Metern gibt es wieder mehr Vegetation: erst Kakteen, dann das harte Punagras, das man beim Drauftreten nicht mit den kleinen Polsterkakteen verwechseln sollte. Und natürlich gibt es hier, zwischen den herumstehenden Lamas und Guanacos, auch schöne Berggestalten wie den 5916 m hohen Bilderbuchvulkan Licancábur. Bei der Besteigung entpuppt er sich allerdings als fürchterliche Geröllhalde, denn in dieser Gegend gibt es bis über 6000 m keine Gletscher. Trotzdem ist das Bergsteigen in dieser Umgebung recht interessant, manchmal kann man von der Straße aus einen Fünftausender als Halbtagestour "mitnehmen".

Vulkan Licancabur von San Pedro aus
Volcán Licancábur (5916 m) von San Pedro de Atacama aus gesehen.

Tatio-Geysire
Tatio-Geysire

Nach eiskalter Nacht (-15°) in der Hochebene spendet das heiße Wasser der Tatio-Geysire etwas Wärme, und ein paar Stunden später besuchen wir den Salzsee Salar de Atacama: eine 50 Kilometer lange Ebene aus fast reinem Salz, und mittendrin Flamingos, die sich wohl aus scheußlich salzigen Insekten ernähren müssen.

Llama am Salar de Atacama
Llama am Salar de Atacama

Die internationale Straße zum Paso Huaytiquina
Ein Eindruck von der internationalen Straße zum Paso Huaytiquina

Ein wenig weiter (d.h. 800 km) im Süden steht der höchste Berg Chiles und der höchste Vulkan der Erde, der Nevado Ojos del Salado mit 6893 m. Er ist unser nächstes Ziel. Hier ist es fast noch wüster als im Norden, und trotz auch tagsüber eisiger Kälte und Wind gibt es Wasser nur in Form von Büßerschneefeldern. Aus diesen bizarren Zackenformationen muß man sich ein einigermaßen unversandetes Stück heraushauen, das man dann in den Topf werfen kann. Der Gipfelsturm ist leider wörtlich zu nehmen: bei -20° und wildem Höhensturm bleibt nichts anderes als umzudrehen, um nicht Erfrierungen zu riskieren. Dabei sieht der Berg aus wie irgend ein Schuttbuckel, das ist wohl auch das Trügerische daran.

Ojos del Salado aus ca 10 km Entfernung
Ojos del Salado aus ca 10 km Entfernung

Die untere Hütte am Ojos del Salado
Die untere Hütte am Ojos del Salado

Nevado El Muerto
Nevado El Muerto. Das Weiße ist Sand, kein Schnee.


Nächste Station: Santiago und die Andenkette direkt dahinter. Hier treffen wir noch fast winterliche Verhältnisse an. An einen der Fünf- oder Sechstausender hier ist also nicht zu denken. Das würden wir uns aber zuhause auch wünschen - zwei Stunden von der Stadt entfernt steht der erste Sechstausender, und da ist praktisch völlige Ruhe.

Cajon de Maipo
Lo Valdés, Cajón de Maipo

Szenenwechsel in den Süden. Das ist relativ, denn Chile ist 5000 km lang, und die unteren 2000 km sind eine verwunschene Inselwelt und das stürmische Patagonien, das einen eigenen Urlaub wert wäre (wenn mal gutes Wetter wäre). Wir beschränken uns auf das Festland, das sich von Santiago aus noch tausend Kilometer in den Süden erstreckt. Dort ist es noch Vorfrühling. Die Berge hier sind längst nicht so hoch wie weiter nördlich, meist 2500 bis 3000 m. Aber die Höhe ist ja nicht alles. Eine tolle Erfahrung, auf einen wunderschönen perfekt geformten Vulkankegel zu steigen, der mit trittfestem Schnee bedeckt ist, und der uns oben auch noch mit fleißig austretenden Gaswölkchen begrüßt. Man muß nur aufpassen, daß man in keines der vom heißen Gas freigetauten Löcher tritt, denn die sind tückisch wie Gletscherspalten. Die Umgebung besteht fast nur aus sporadisch herumstehenden Vulkanen, eine fremd anmutende Szenerie. Wenn man wieder unten ist, sieht das schon sehr komisch aus: schwarzweiße Kuh auf üppiger Wiese, aber der Vulkankegel im Hintergrund sieht halt gar nicht nach Voralpen aus.

Kühe mit Vulkan
Kühe mit Vulkan

Vulkan Llaima, 3100 m
Vulkan Llaima, 3100 m

Die 'Nadeln' der Araucarien, seltsame Bäume, die nur hier vorkommen.
So sehen die "Nadeln" der Araucarien aus, seltsame Bäume zwischen Blatt- und Nadelhölzern.

Der letzte Vulkan, den wir uns noch gegönnt haben, ist der Osorno, "nur" 2660 m hoch, aber ein wunderbarer Aussichtspunkt auf den Lago Llanquihue, der fast auf Meereshöhe liegt und anderthalbmal so groß wie der Bodensee ist. Wenn der dreieckige Schatten des Vulkans im Sonnenaufgang über den See und all die kleinen Schäfchenwolken fällt und alle Chilenen (die ziemliche Spätaufsteher sind) noch in den Federn liegen, macht das schon alleine einen fast perfekten Urlaub aus.

Vulkan Osorno vom Lago Llanquihue aus
Vulkan Osorno vom Lago Llanquihue aus

Der Schatten des Osorno fällt über den Lago Llanquihue
Der Schatten des Osorno fällt über den Lago Llanquihue

Condor über dem Lago Todos los Santos
Condor über dem Lado Todos Los Santos



(C) Hartmut Bielefeldt 1994


Anmerkungen:
Diese Reise haben wir als Zweierteam vollständig selbst organisiert, und das auch sehr kurzfristig. Gerne geben wir Tips für die Planung Eurer eigenen Reise; eventuell sind dabei auch dieWWW-Adressen nützlich, die einige Seiten weiter "oben" zu finden sind.


Es gibt eine vollständige Version dieses Reiseberichts (30 Seiten, 193 kBytes), die Sie Langfassung laden - 193 kBals PDF-Datei laden können.
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Letzte Änderung: 13. November 1997 durch Hartmut Bielefeldt